Dieser Artikel in Kürze
- Der Wohnmobilurlaub – ob mit gekauftem oder gemietetem Fahrzeug – benötigt einen anderen Versicherungsschutz als etwa eine Pauschalreise.
- Die verschiedenen Versicherungen decken Kosten, die z. B. im Fall von Diebstahl oder Schäden an Camper und Inventar entstehen.
- Aufgrund des hohen Werts und auch der häufig teureren Reparatur, empfiehlt sich ein ausreichender Versicherungsschutz.
„Versicherungsgegenstand“ Wohnmobilurlaub
Mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein, ist für viele der ultimative Ausdruck von Freiheit, Abenteuer und Individualität. Urlaube ohne festgelegte Route, die das Entdecken neuer Orte und Kulturen ermöglichen, vermitteln ein Gefühl von Unabhängigkeit und Naturverbundenheit. Dass sich die Zahl der Campingübernachtungen innerhalb von 20 Jahren verdoppelt hat, verwundert also nicht.1 Anders als bei All-inclusive-Angeboten, muss für Caravaning und Vanlife die mobile Ferienwohnung ausreichend abgesichert werden.
Weil es einen Unterschied macht, ob man nur mit einem Koffer oder quasi mit dem eigenen Zuhause reist, ist es ratsam, die Versicherungsunterlagen für den Urlaub im Vorfeld zu prüfen.
1 destatis.de, „Neuer Camping-Rekord: 42,9 Millionen Übernachtungen im Jahr 2024“, 28.04.2025
Der Versicherungsschutz für Wohnmobil-Urlaube
Die Camper allein haben schon einen hohen Wert, der sich durch das Inventar – insbesondere teure Freizeitausstattung wie Kameras, Angel-, Tauch-, Golf-, Surfausrüstung oder Räder und E-Bikes etc. – noch vergrößert. Werden Reparaturen nötig, muss damit gerechnet werden, dass die Werkstatt-Rechnungen höher als bei einem Pkw ausfallen. Ein ausreichender Versicherungsschutz für eigene oder gemietete Caravans ist daher unverzichtbar.
Die Basis für jedes Fahrzeug: Kfz-Haftpflicht + Vollkaskoversicherung
Ohne Kfz-Haftpflichtversicherung wird in Deutschland kein Kfz zugelassen. Sie ist Pflicht und kommt für Personen- und Sachschäden an Dritten und für ggf. daraus resultierende Vermögensschäden auf. Bei Mietfahrzeugen ist sie in der Regel bereits genauso enthalten wie eine Vollkaskoversicherung, die Schäden am Mietwagen übernimmt, die bei der Nutzung selbst verursacht wurden.
Je nach gewähltem Vertrag ist im Schadensfall eine Selbstbeteiligung fällig. Hier empfiehlt es sich, möglichst Verträge ohne Selbstbehalt zu wählen, um bei der Abgabe unangenehme Überraschungen und versteckte Kosten bei kleinen Schäden, wie beispielsweise Kratzern, zu vermeiden. Einen Tipp für das eigene Wohnmobil: Wer mit Saisonkennzeichen fährt, kann Steuern und Kosten sparen.
Wirksame Diebstahlabsicherung: Hausrat-, Reisegepäck- & Campingversicherung
Der eigene Hausrat in Wohnmobilen und anderen Reisefahrzeugen ist über die Hausratversicherung meist nur in begrenztem Umfang (sowohl zeitlich als auch von der Summe her) mitversichert.
Einen umfangreicheren Schutz für Reisegepäck und Inventar können eine Reisegepäckversicherung oder eine spezielle Campingversicherung bieten. Letztere ist erste Wahl für Dauercamper, die ihr Fahrzeug eine ganze Saison oder sogar dauerhaft auf einem offiziellen Campingplatz abgestellt haben. Der Vorteil der Campingversicherung: Sie kommt nicht nur bei Gepäckdiebstahl, sondern auch bei Schäden am Inventar und Außenglas und Vorzelten auf.
Pannenhilfe: Schutzbrief für den Camper
Mit einem Schutzbrief bekommt man schnell und unkompliziert Hilfe bei Pannen oder Unfällen im Campingurlaub. Bei aufwändigeren Reparaturen werden im bestimmten Umfang sogar die Hotelkosten übernommen. Werden Reiseziele im Ausland angesteuert, sollte man zudem prüfen, ob die bestehenden Versicherungen auch dort gelten. Caravan-Vermietungen bieten diese in aller Regel mit an.