Auf den ersten Blick: das generelle Funktionsprinzip der Wärmepumpe

Wie bereits erwähnt, ähnelt das Funktionsschema einer Wärmepumpe dem eines Kühlschranks. Allerdings in umgekehrter Richtung. Denn der entscheidende Unterschied ist, dass das Gerät Wärme erzeugt und nicht Kälte.

Der Kühlschrank entzieht dem Inneren Wärme und gibt diese nach draußen ab, wodurch die Lebensmittel kühlen. Dagegen entzieht die Wärmepumpe der Umgebung des Hauses die Wärme und beheizt damit die Wohnräume. Und aus welchen Hauptteilen besteht das Wärmepumpensystem?

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Die Hauptteile des Wärmepumpensystems

Egal, ob Wasser, Erde oder Luft: Die drei Hauptbestandteile des Wärmepumpensystems unterscheiden sich nicht von der Energiequelle:

  1. Wärmequellanlage:
    Sorgt dafür, dass der Umgebung die Energie abgezogen wird. Entweder aus dem Erdreich, der Luft oder dem Grundwasser.
  2. Wärmepumpe:
    Hat die Aufgabe, die Umweltwärme mittels Wärmepumpen-Technologie nutzbar zu machen und auf ein höheres Temperaturniveau zu heben.
  3. Speicher- und Wärmeverteilsystem:
    Ermöglicht das Speichern der Wärme sowie die Verteilung in den Wohnräumen.

Ohne geht es nicht: ein Kältemittel in der Wärmepumpe

Das gesamte Wärmepumpen-Funktionsschema setzt sich aus 4 Schritten zusammen. Dieser geschlossene Kreisprozess läuft immer im Inneren einer Wärmepumpe ab. Doch damit dieser Prozess funktioniert, wird ein spezielles Kältemittel benötigt.

Entscheidend ist, dass es einen extrem tiefen Siedepunkt hat. Dadurch kann sich das Kältemittel bereits bei sehr niedrigen Temperaturen, von teils bis zu minus 20 Grad, von flüssig in gasförmig „verwandeln“. Das ist auch der Grund, warum Wärmepumpen auch im Winter bei niedrigen Temperaturen zuverlässig funktionieren können.

Wärmepumpenprinzip: 4 Schritte des Kreisprozesses

  1. Verdampfen:
    Die Umweltwärme wird über einen Verdampfer aufgenommen und auf ein flüssiges Kältemittel übertragen. Anschließend verdampft das Kältemittel und wird gasförmig.
  2. Verdichten:
    Das nun gasförmige Kältemittel gelangt zu einem Verdichter, auch Kompressor genannt. Das gasförmige Kältemittel wird durch die Zugabe von Strom zusammengedrückt und erhöht den Druck auf das Gas. Somit steigt auch die Temperatur des Gases auf das für die Heizung benötigte Niveau.
  3. Verflüssigen:
    Das nun komprimierte und gasförmige Kältemittel überträgt seine Wärme auf den Heizungskreislauf. Dadurch kühlt es ab und verflüssigt sich wieder. Das geschieht durch den Einsatz eines Kondensators, eines sogenannten Verflüssigers.
  4. Entspannen:
    Um das Kältemittel wieder erneut nutzbar zu machen, muss der Druck abgebaut werden. Das geschieht durch ein Entspannungsventil. Dadurch erreicht das Kältemittel wieder seine Ausgangstemperatur und der Wärmepumpenkreislauf beginnt von vorne.

Schon gewusst? Der Ausdruck „pumpen“ bei einer Wärmepumpe stammt daher, dass eine Flüssigkeit in den Kreislauf gepumpt wird.

Wärmepumpe: attraktive Zuschüsse sichern

Auch mit den neuen Förderrichtlinien der Bundesregierung, welche ab dem 21. Juli 2026 gelten, ist die Förderung für Eigenheimbesitzer noch sehr attraktiv. Mehr zu den neuen Bedingungen zur Förderung von Wärmepumpen gibt es hier.

In Kombination mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage, wie von einem unserer Premium-Partner Enpal, kann sich die Wärmepumpe noch schneller rechnen. Denn ein Teil des Stroms wird selbst erzeugt, was die Energieversorgerkosten senken dürfte.

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Fragen und Antworten: Förderung und Effizienz der Wärmepumpe

Was bedeutet Jahresarbeitszeit, kurz JAZ?
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist eine Effizienzkennzahl bei Wärmepumpen. Die JAZ gibt das Verhältnis von erzeugter Wärme zur eingesetzten elektrischen Energie über den Zeitraum von einem Jahr an. Je höher die Zahl, desto effizienter ist die Wärmepumpe.1

Ein Beispiel: JAZ 5 bedeutet, dass die Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom insgesamt fünf Kilowattstunden Wärme erzeugt. Sprich, die Wärmepumpe stellt fünfmal so viel Wärme her, wie Strom verbraucht wird.
Was ist der COP?
COP steht für Coefficient of Performance und ist ebenfalls eine Effizienzkennzahl. Diese misst die Effizienz einer Wärmepumpe unter spezifischen Testbedingungen zu einem konkreten Zeitpunkt. Je höher der COP-Wert ist, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe.1
Was ist der Unterschied zwischen JAZ und COP?

Der wesentlichste Unterschied zwischen COP und JAZ ist der Zeitraum. Beim COP wird unter idealen Laborbedingungen zu einem Zeitpunkt gemessen, während die JAZ die durchschnittliche Effizienz über ein ganzes Jahr darstellt.

1 adac.de, „Lohnt sich eine Wärmepumpe? Alles zu Kosten und Stromverbrauch 2026”, 10.04.2026