Heizungsgesetz 2026: Das soll sich ändern

Das bisherige Heizungsgesetz, auch bekannt als Gebäudeenergiegesetz (GEG), soll nach dem Willen der Bundesregierung reformiert und durch die Regelungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG) abgelöst werden.1 Jetzt sind erste Details bekannt geworden. Der Referentenentwurf für das Gebäudemodernisierungsgesetz enthält unter anderem folgende Punkte:

  • Wegfall der sogenannten 65-Prozent-Regel: Gemeint ist die Pflicht, dass neu eingebaute Heizungen mit derzeit 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden müssen.2
  • Betrieb von neuen Gas- und Ölheizungen auch nach 2045 möglich: Somit wurde das ursprünglich geplante Verbot, den Betrieb von fossil betriebenen Heizkesseln nach 2044, gekippt.2 
  • Außerdem wurden Stufen für die sogenannte „Bio-Treppe” aufgelistet. Das beschreibt die Beimischungspflichten für klimaneutrale Gase und Heizöle, welche neue Gas- und Ölheizungen ab 2029 enthalten müssen:

    • ab 2029: 10 Prozent Beimischungsanteil
    • ab 2030: 15 Prozent Beimischungsanteil
    • ab 2025: 30 Prozent Beimischungsanteil
    • ab 2040: 60 Prozent Beimischungsanteil

Das bedeutet somit auch, dass Öl- und Gasheizungen auch noch ab 2040 mit bis zu 40 Prozent fossilen Brennstoffen genutzt werden können.

1 adac.de, „Heizungsgesetz: Welche Regeln gelten und was 2026 auf Sie zukommt”, 15.04.2026

2 welt.de, „Reiche legt neuen Entwurf für Heizgesetz vor – Kein Betriebsverbot mehr für Öl- und Gasheizungen”, 07.05.2026

3  t-online.de, „Ab 2029 gilt diese Pflicht für neue Öl- und Gasheizungen”, 07.05.2026

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Wärmepumpen-Förderung 2026: Das ist noch möglich

Trotz der Änderungen beim Heizungsgesetz gibt es bisher keine Anpassungen bei den Förderungen für Wärmepumpen. Das heißt: Aktuell können Hausbesitzer unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss von bis zu 70 Prozent auf förderfähige Kosten erhalten. Allerdings sind die förderfähigen Kosten bei 30.000 Euro gedeckelt.4

EinzelmaßnahmeGrundförderungEffizienzbonusKlimageschwindigkeitsbonusEinkommensbonusMaximale Kombinationsförderung
Wärmepumpe30 Prozent5 Prozent20 Prozent30 Prozent70 Prozent

Wärmepumpe-Zuschuss: die Einzelmaßnahmen

Wie hoch der Fördersatz für die Wärmepumpen im Jahr 2026 ausfällt, hängt von den jeweiligen Maßnahmen und dem Vorliegen nachfolgender Voraussetzungen ab:

  • Grundförderung: Beinhaltet alle förderfähigen Heizsysteme wie beispielsweise manche Wärmepumpen.5

  • Klimageschwindigkeitsbonus: frühzeitiger Austausch einer fossilen Heizung sowie deren fachgerechte Demontage und Entsorgung.5

  • Effizienzbonus: Nutzung natürlicher, umweltfreundlicher Kältemittel oder spezieller Wärmequellen wie Wasser oder das Erdreich.5

  • Einkommensbonus: Das jährlich zu versteuernde Haushaltseinkommen liegt nicht über 40.000 Euro brutto.5

adac.de, „Wärmepumpe-Förderung 2026: Zuschüsse, Kredite und Steuerbonus”, 16.03.2026

Tabelle: Beispiel für eine Förderrechnung

Jemand hat eine über 20 Jahre alte, noch funktionstüchtige, Gasheizung. Diese soll ersetzt werden durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, einmal mit und ohne umweltfreundliches Kältemittel. Die Kosten liegen bei 30.000 Euro.

GrundförderungKlimageschwindigkeitsbonusEffizienzbonusEinkommensbonusKombinationsförderungErsparnis
30 Prozent20 Prozent5 Prozent30 Prozentmax. 70 Prozent möglich21.000 Euro
-30 Prozentmax. 70 Prozent möglich21.000 Euro
5 Prozent-55 Prozent16.500 Euro
--50 Prozent15.000 Euro
Die beispielhafte Förderrechnung zeigt, dass die Ersparnisse von 15.000 Euro bis 21.000 Euro reichen.

Wärmepumpen-Förderung: die Voraussetzungen

Damit Hausbesitzer die Wärmepumpen-Förderung beantragen können, muss das Gerät unter anderem drei Voraussetzungen erfüllen:

  1. Effizienz: Die Wärmepumpe muss eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von mindestens drei aufweisen.6

  2. Lautstärke: Seit Januar 2026 muss die Luft-Wasser-Wärmepumpe mindestens 10 Dezibel unterhalb des gesetzlichen Grenzwertes liegen.6

  3. Klimafreundlichkeit: Es werden nur Wärmepumpen gefördert, die auf erneuerbare Energien setzen. Reine Gas- oder Hybridwärmepumpen mit fossiler Unterstützung erhalten keinen Zuschuss mehr.6

6 adac.de, „Lohnt sich eine Wärmepumpe? Alles zu Kosten und Stromverbrauch 2026”, 10.04.2026

Wärmepumpenförderung: Deshalb lohnt es sich

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt für den Umstieg auf eine Wärmepumpe. Während die Kosten für den Betrieb fossiler Heizsysteme weiter steigen, profitieren Eigentümer bei einem Wechsel auf eine nachhaltige Wärmepumpe derzeit von Förderungen von bis zu 70 Prozent – so attraktiv war der Wechsel noch nie. Zeitnahes Handeln kann sich lohnen. Denn die aktuelle Förderung kann in dieser Form nicht garantiert werden und könnte künftig reduziert werden.

In Kombination mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage, wie von einem unserer Premium-Partner Enpal, kann sich die Wärmepumpe noch schneller rechnen. Denn ein Teil des Stroms wird selbst erzeugt, was die Energieversorgerkosten senkt.

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Fragen und Antworten: Förderung und Effizienz der Wärmepumpe

 

  • Werden Wärmepumpen 2026 noch gefördert?

    Ja, die Förderung von bestimmten Wärmepumpen läuft 2026 weiter. Allerdings sind die technischen Auflagen höher, um die attraktiven Zuschüsse zu erhalten. Beispielsweise müssen Luft-Wasser-Wärmepumpen strengere Schallschutzanforderungen umsetzen (mind. 10 Dezibel unter Grenzwerten).7
  • Wann gibt es 70 Prozent Förderung für eine Wärmepumpe?

    Um den maximalen Förderbetrag zu erhalten, bedarf es einer Kombination aus der Grundförderung sowie weiteren Einzelboni wie Effizienz- und Einkommenszuschuss.
  • Wie viel Zuschuss ist maximal möglich?

    Die Fördergrenze liegt bei 70 Prozent auf Investitionskosten in Höhe von maximal 30.000 Euro. Der Höchstzuschuss beläuft sich folglich auf 21.000 Euro.7
  • Was bedeutet Jahresarbeitszeit, kurz JAZ?

    Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist eine Effizienzkennzahl bei Wärmepumpen. Die JAZ gibt das Verhältnis von erzeugter Wärme zur eingesetzten elektrischen Energie über den Zeitraum von einem Jahr an. Je höher die Zahl, desto effizienter ist die Wärmepumpe.7

    Ein Beispiel: JAZ 5 bedeutet, dass die Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom insgesamt fünf Kilowattstunden Wärme erzeugt. Sprich, die Wärmepumpe stellt fünfmal so viel Wärme her, wie Strom verbraucht wird.
  • Was ist der COP?

    COP steht für Coefficient of Performance und ist ebenfalls eine Effizienzkennzahl. Diese misst die Effizienz einer Wärmepumpe unter spezifischen Testbedingungen zu einem konkreten Zeitpunkt. Je höher der COP-Wert ist, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe.7
  • Was ist der Unterschied zwischen JAZ und COP?

    Der wesentlichste Unterschied zwischen COP und JAZ ist der Zeitraum. Beim COP wird unter idealen Laborbedingungen zu einem Zeitpunkt gemessen, während die JAZ die durchschnittliche Effizienz über ein ganzes Jahr darstellt.

adac.de, „Lohnt sich eine Wärmepumpe? Alles zu Kosten und Stromverbrauch 2026”, 10.04.2026